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Alexandra Völker
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Geschrieben von Kara am 15.05.2008 um 13:20
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Neulich haben wir die beiden Hörspiel Folgen von Alexandra Völkers Manga „Catwalk“ verlost. Nun haben wir extra für euch ein Interview mit Ihr geführt. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen! :-)
sxAnime: Erzähle doch mal, wie du zum Zeichnen gekommen bist!
Alexandra: Ich zeichne eigentlich, seit ich 3 Jahre alt bin. Das hat mir meine Mutter beigebracht, die selbst auch zeichnet , dementsprechend habe ich mein „Talent“ von ihr (lach). Manga zeichne ich eigentlich seit der Grundschule, dort habe ich angefangen Sailor Moon zu zeichnen (Wie vermutlich viele). Anschließend habe ich viele Fanarts gezeichnet und Wettbewerbe bestritten, so dass ich 2005 unter Vertrag genommen wurde, nachdem ich bei Comic Campus den 2. Platz belegt habe.
SxAnime: Alex erzähl uns doch mal was über deine beruflichen Pläne. Hat es denn nun mit dem Abi geklappt?
Alexandra: Ja, ich habe mein Abitur im vergangenen Jahr erfolgreich bestanden. Nebenbei zeichnete ich noch einen Manga (Make a Date) für Carlsen und will natürlich auch in der Zukunft weiterhin Manga zeichnen, das jedoch „nur“ nebenbei. Auch wenn das Zeichnen von Mangas sehr viel Spaß macht, ist es doch harte Arbeit. Man zeichnet Manga nicht des Geldes wegen, sondern weil man von ihnen überzeugt ist, denn sehr lukrativ ist es nicht, ein Mangaka zu sein. Hauptberuflich strebe ich daher einen Job als Designerin oder eine berufliche Tätigkeit in einem Verlag an. Am 12. Dezember wurde ich bei der Akademie für Kommunikationsdesign in Köln genommen, wo ich nun erst einmal studieren werde. Danach sehen wir weiter (lach).
SxAnime: Woher nimmst du deine Ideen?
Alexandra: Kellerweise Modezeitschriften, das ist das A und O für Posen und Kleider. Darüber hinaus lasse ich mich gern von Filmen, Musik und allem was bunt und laut ist inspirieren. Für Figuren und Geschichten dagegen nehme ich sehr gerne reale Personen und in meinem Freundeskreis passierte Geschichte als Vorlage. Im Falle von „Paris“ ließ ich mich von einer Reise in eine französische Stadt, dessen Name ich hier nicht nenne, inspirieren. Reisen und die dort erlebten Eindrücke sind selbstverständlich auch gern als Vorlage verwendete Erfahrungen.
SxAnime: Kannst du uns ein wenig über deinen neuen Manga verraten?
Alexandra: Nun, wie der Name bereits sagt, geht es darin um Paris, genauer gesagt eine Kursfahrt nach Paris, die Venus, ein“durchgeknalltes“ 15-jähriges Mädchen, mit ihrem Französischkurs unternimmt. Dort erlebt sie viele verschiedene Dinge auf der Jagd nach ihrem Schwarm Tommy, der ebenfalls an der Kursfahrt teilnimmt. Der Manga handelt zwar im Catwalk Universum, jedoch einige Jahre später und ist auch sonst eher ein eigenständiges Werk, da sowohl Genre als auch die originale Handlung wenig bis nichts mit meinem neusten Werk zu tun haben.
SxAnime: Wie hast du es geschafft, Catwalk neben der Schule zu zeichnen, wieviele Stunden in der Woche dafür bereitwillig geopfert?
Alexandra: Schweren Herzens habe ich meinen Religionsunterricht für Catwalk geopfert (lach), zudem hatte ich sehr viele Freistunden, so viele, dass ich die Hausaufgaben in diesen 3 mal hätte erledigen können. So kam es dann, dass ich auch dort meinen Manga weitergezeichnet habe. Beide Bände von Catwalk sind auf diese Weise entstanden, jedoch natürlich nicht nur im Religionsunterricht und in den Freistunden, denn bei etwa 4 Stunden pro Seite und durchschnittlich 182 Seiten pro Manga, macht das schlappe 728 Stunden. Und das ist nur ein Band. Zu Hause habe ich meistens am Abend gezeichnet, das tue ich auch heute noch, einfach weil ich Abends am kreativsten bin. Zusätzlich sind viele Samstage für Signierstunden, Interviews, Reportagen und Auftritte draufgegangen, das schränkt die Freizeit gewaltig ein.
SxAnime: Würdest du gerne auf der Schiene bleiben oder auch andere Stile oder Genres im Manga Bereich ausprobieren wollen?
Alexandra: Ich bin ja nicht wirklich auf eine Schiene festgelegt, sondern habe selbst schon Chibi, Shoujo, Comedy und Boys Love (Shonen Ai) gezeichnet. Daher werde ich mich auch in der Zukunft sicherlich nicht festlegen, sondern weiterhin das zeichnen, was mir gerade in den Sinn kommt. Am Stil selbst experimentiere ich eigentlich nicht und versuche auch nicht, diesen bewusst zu verändern. Er entwickelt sich viel mehr von selbst beim Zeichnen. Du zeichnest einfach 2 Jahre und stellst irgendwann fest, dass deine Figuren nun ganz anders aussehen, als noch 2 Jahre zuvor.
SxAnime: Hast du einen Tipp für Fans/oder Zeichner, die ebenfalls den Traum eines Mangaka hegen?
Alexandra: Ihr müsst auf jeden Fall an ganz vielen Zeichenwettbewerben teilnehmen (aller Verlage), nur auf gut Glück bewerben bringt nichts. Die Verlage achten auf gewonnene Wettbewerbe, Referenzmaterial und Durchhaltevermögen. Ohne Wettbewerbe und Referenzen hat man kaum Chancen auf einen Vertrag. Zudem solltet ihr unbedingt Manga Workshops besuchen um euch Tipps und Tricks der Mangaka anzueignen, die haben schließlich bereits einen Vertrag und wissen, worauf es ankommt. Und ganz wichtig, damit ihr nicht nach einem Manga bereits wieder vom Erdboden verschwindet: Rechnet nicht damit, Manga zeichnen aus ein wenig Zeichnen besteht und viel Ruhm und Geld bringt. Es ist harte Arbeit, die hierzulande nicht sehr gut bezahlt wird. Viel mehr sollte das Zeichnen von Manga eine Leidenschaft sein, hauptberuflich ist es jedoch sehr sehr schwer.
SxAnime: Würdest du wieder einen CHIBI für kommende CHIBI Boxen bei Carlsen zeichnen wollen oder war das eher eine einmalige Erfahrung?
Alexandra: Ja, warum nicht, das würde ich immer wieder gerne tun, aber dort gibt es sehr viele neue Zeichner, denen ich den Platz nicht wegnehmen möchte. Ich bin zur Zeit gut ausgelastet mit meinen eigenen Mangas, wenn sich aber eine Gelegenheit auftun würde, dann wäre meine Antwort ganz sicher nicht „nein“.
SxAnime: Wie gefiel dir als Autorin der Story das Catwalk Hörspiel (welches wir auch bei uns verlost haben) in der Umsetzung? Entsprach es dem, was du dir vorgestellt hast?
Alexandra: Ich war total begeistert als Hörspielfan, als mein eigener Manga so professionell als Hörspiel umgesetzt wurde. (Schon in der Grundschule hörte ich TKKG, die „Drei Fragezeichen“ und Bibi Blocksberg). Ich habe mich also total gefreut und war schlichtweg begeistert. Die haben das Beste aus der Geschichte gemacht und es nicht als vorgelesenes Hörbuch, sondern als Hörspiel inszeniert.
SxAnime: Zum Schluss noch etwas Privates: Was machst du am liebsten in deiner Freizeit, Anime/Manga mal ausgenommen?
Alexandra: Auf jeden Fall Shoppen, Shoppen, Shoppen! Ich gehe gerne alleine oder mit Freunden ins Kino oder einfach aus. Leidenschaftlich gehe ich natürlich auch gerne lecker Essen. Abgesehen von Mangas bin ich auch bei Büchern eine ziemliche Leseratte und ich reise wirklich gerne, wenn ich irgendwo Urlaub machen kann, bin ich sofort dabei.
Vielen Dank für das Interview! Wir freuen uns schon auf deine nächsten Werke!
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