Story
Der Grundschüler Koichi Uehara findet auf dem Weg nach Hause einen merkwürdigen Stein. Als er ihn ausgräbt und seine merkwürdige Form sieht, schmeißt er den Stein gegen eine Wand, wodurch sich der Stein in zwei Hälften spaltet. Koichi traut seinen Augen kaum, als sich darin eine versteinerte Schildkröte befindet, dass jedenfalls glaubt Koichi. Schnell den Stein eingepackt eilt er nach Hause, um sich diesem Stein zu widmen.
Er wäscht das eigenartige Fossil mit Wasser und auf einmal wird aus dem steingrauen Fossil etwas Grünes, das sich sogar bewegt. So etwas hat Koichi noch nie gesehen und in einem Wassertank aufbewahrt, will er es gleich als Haustier behalten. Erst als der berufstätige Vater von seiner Arbeit verfrüht heimkehrt, stellt sich heraus, dass es sich hierbei um einen Kappa handeln muss, da sein Erscheinungsbild dem eines Kappas sehr ähnelt. Nachdem die Familie sich liebevoll um das kleine Wesen kümmert, damit es wieder zu Kräften kommt, fängt dieses auch noch an zu sprechen. Es stellt sich heraus, dass Coo, so der Name den Koichi ihm gegeben hat, über 100 Jahre versteinert gewesen sein muss und in der Edo-Zeit, der Zeit der Samurai, gelebt hat.
Coo lebt nun eine Zeit mit Koichi, seinen Eltern, der kleinen Schwester Hitomi, die anfangs alles andere als begeistert von dem kleinen Kerl gewesen ist, und dem Hund „Alter“ zusammen. Koichi befreundet sich sehr schnell mit Coo und gemeinsam haben sie auch sehr viel Spaß, doch mit der Zeit bekommt Coo Heimweh, ist dies doch nicht der perfekte Lebensraum eines Kappas, der nichts lieber tut, als den ganzen Tag in einem Fluss zu schwimmen. So machen sich die zwei Freunde auf, um nach anderen Kappas zu suchen. Die Suche ist jedoch hart, stammt er doch aus einer Zeit, die über 100 Jahre zurück liegt. Auch die Existenz des kleinen Coos ist nicht lange geheim und die Medien reißen sich nur darum, das Wesen aus den Legenden vor die Linse zu bekommen. Wird Koichi ihm helfen können andere Kappas in solch einer Zeit zu finden? Wie wird Coo den Umgang mit den Medien verkraften, wo er doch Menschenmassen, Blitzlichter und Kameras nicht ausstehen kann?
Fazit
Summer Days with Coo wirkt auf den ersten Blick wie ein gemütlicher Familienfilm, indem man die Geschichten des kleinen Kappas sowie Koichi miterleben kann. Dies ist auch zum Teil richtig, doch zeigt dieser Film auch Seiten, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Gleich zu Beginn erfährt man, warum Coo in der Edo-Zeit versteinert wurde und welche Opfer dies mit sich brachte. Mit diesem Einstieg hätte ich persönlich nicht gerechnet. Des Weiteren muss ich sagen, war ich sehr darüber erschüttert, wie sensationsgeil und rücksichtslos die Reporter und Menschen doch sind, ohne Rücksicht auf die Gefühle des kleinen Coos zu nehmen. Auch wenn es „nur“ ein Anime ist, so konnte ich mir gut vorstellen, wie es in Wirklichkeit wäre, wenn auf einmal eine solche Kreatur aus Legenden erscheinen würde, die Menschen würden genauso reagieren wie in diesem Film und das finde ich persönlich schrecklich, wenn nicht sogar grausam. Summer Days with Coo hat aber natürlich auch überwiegend schöne Seiten, in denen Coo und Koichi zusammen an einem Fluss schwimmen, unter Wasser alles erkunden und einfach genießen. Auch wird die Thematik der Freundschaft zwischen Koichi und seinen Klassenkameraden behandelt, wo man erst in gewissen Situationen erkennt, wer nun die wahren Freunde sind und wer nicht.
Die verwendete Musik ist schön anzuhören und je nach Situation sehr passend. Im Großen und Ganzen wird jedoch auf die Musik verzichtet und nur in gewissen Szenen werden diese damit versorgt. Auch das Titellied „Natsu no shizuku“ (Sommertropfen), gesungen von Yurika Ooyama, strahlt eine gewisse Ruhe und Wärme aus, die einem die Sorgen vergessen lässt, man fühlt sich wirklich unbekümmert.
Mit seinen 130 Minuten Laufzeit zählt Summer Days with Coo sicherlich nicht zu den Filmen, die man nur schnell für Zwischendurch sieht, jedoch zahlt es sich wirklich aus und ich kann diesen Film über das grüne, kleine Wesen wirklich nur wärmstens weiterempfehlen, ihr werdet es sicherlich nicht bereuen!
© Shiva © 2007 Masao Kogure/Summer Days with Coo Committee
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